Hohe
Empfindlichkeit:
Die
Intensitäten von Resonanz-Raman-Spektren können um den Faktor
106 verstärkt werden. Im Vergleich zu der nicht-resonanten
Raman-Spektrometrie lassen sich nun niedrig konzentrierte Bestandteile
nachweisen und bestimmen.
Spezifität:
Durch
Variation der Anregungswellenlänge lassen sich verschiedene Resonanz-Raman-Spektren
desselben Moleküls erhalten. Wenn die Anregungswellenlänge
mit der Absorption eines bestimmten Molekülteils übereinstimmt,
so wird das Raman-Spektrum dieses Molekülteils besonders verstärkt
und hebt sich vom Spektrum des restlichen Moleküls ab.

Abb.
RR1. Das UV/Vis-Spektrum links oben weist zwei wesentliche
Absorptionen des Moleküls auf. Die Raman-Spektren, die bei 363nm
und bei 514nm angeregt werden, sind resonanzverstärkt. Zudem sind
sie eng mit dem Metallporphyrinring (363nm) und dem stark konjugierten
Teil des Moleküls (514nm) verknüpft. Zum nicht-resonanten
Raman-Spektrum, das bei 785nm angeregt wurde, tragen alle Teile des
Moleküls bei.
(Abbildung
mit freundlicher Genehmigung von Dr. Andrew Dennis, Andor Technologies)
Obertöne
und Kombinationsschwingungen:
In
einem nicht-resonanten Raman-Spektrum fehlen im allgemeinen Oberton-
und Kombinationsschwingungen. Im Gegensatz dazu lassen sich in einem
Resonanz-Raman-Spektrum zahlreiche Obertöne beobachten.