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Der Raman-Effekt

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Resonanz-Raman-Effekt

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Resonanz-Raman-Streuung

Bei der Resonanz-Raman-Spektroskopie (RR) überschneiden sich die Wellenlänge der Lichtquelle, meistens ein Laser, und die Wellenlänge eines elektronischen Übergangs der Probe. Dabei werden die Raman-Streuintensitäten von totalsymmetrischen Schwingungen des Molekülteils, der den elektronischen Übergang ermöglicht, um den Faktor 102 bis 106 verstärkt.

Die verschiedenen Arten der Resonanz-Raman-Streuung


Vorteile

Hohe Empfindlichkeit:

Die Intensitäten von Resonanz-Raman-Spektren können um den Faktor 106 verstärkt werden. Im Vergleich zu der nicht-resonanten Raman-Spektrometrie lassen sich nun niedrig konzentrierte Bestandteile nachweisen und bestimmen.

Spezifität:

Durch Variation der Anregungswellenlänge lassen sich verschiedene Resonanz-Raman-Spektren desselben Moleküls erhalten. Wenn die Anregungswellenlänge mit der Absorption eines bestimmten Molekülteils übereinstimmt, so wird das Raman-Spektrum dieses Molekülteils besonders verstärkt und hebt sich vom Spektrum des restlichen Moleküls ab.

Abb. RR1. Das UV/Vis-Spektrum links oben weist zwei wesentliche Absorptionen des Moleküls auf. Die Raman-Spektren, die bei 363nm und bei 514nm angeregt werden, sind resonanzverstärkt. Zudem sind sie eng mit dem Metallporphyrinring (363nm) und dem stark konjugierten Teil des Moleküls (514nm) verknüpft. Zum nicht-resonanten Raman-Spektrum, das bei 785nm angeregt wurde, tragen alle Teile des Moleküls bei.

(Abbildung mit freundlicher Genehmigung von Dr. Andrew Dennis, Andor Technologies)

Obertöne und Kombinationsschwingungen:

In einem nicht-resonanten Raman-Spektrum fehlen im allgemeinen Oberton- und Kombinationsschwingungen. Im Gegensatz dazu lassen sich in einem Resonanz-Raman-Spektrum zahlreiche Obertöne beobachten.

Resonanz-Raman-Anwendungen

  • Resonanz-Raman-Spektren werden mit Standardspektrometern aufgezeichnet. Praktisch sind sie jedoch auf Proben beschränkt, die im sichtbaren Spektralbereich -in der Nähe der Emissionswellenlänge des verwendeten Laser- absorbieren.

  • So wird die Raman-Streuung von biologisch bedeutenden Molekülen wie Carotenoide und Metallporphyrine durch Anregung im sichtbaren Spektralbereich resonant verstärkt. Die Raman-Spektren von RNA, DNA und Proteinen können durch Verwendung von Lasern, die im ultravioletten Spektralbereich emittieren, verstärkt werden.

  • Anharmonizitätskonstanten lassen sich aus der Abfolge von Obertönen bestimmen.

  • Für zweiatomige Moleküle in der Gasphase lassen sich die genauen Abstoßungspotentialfunktionen ermitteln.

  • Für mehratomige Moleküle kann die Molekülstruktur in einem angeregten Zustand bestimmt werden.

   

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