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Technik
Spektrometertechnik
NIR-FT-Raman-Spektroskopie
Raman-Mikroskopie
Fluoreszenzvermeidung
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Fluoreszenzvermeidung
Was
ist Fluoreszenz?
Viele
Materialien sind farbig. Häufig absorbieren diese Materialien Licht
in einem spezifischen Bereich des sichtbaren Spektrums. Das meiste Licht
jedoch wird durchgelassen oder reflektiert und wird als komplementäre
Farbe des absorbierten Lichts wahrgenommen.
Das
absorbierte Licht regt Elektronen für eine sehr kurze Zeit auf ein
höheres Energieniveau an. Üblicherweise kehren die Elektronen
rasch unter Ausstrahlung von Licht derselben Energie bzw. Wellenlänge
zum Grundzustand zurück. Bei einigen Materialien dauert die Rückkehr
jedoch wesentlich länger und ein Teil der Energie wird an innere
molekulare Prozesse abgegeben. Das abschließend ausgestrahlte Licht
ist langwelliger gegenüber dem zuvor absorbierten Licht. Dieser Vorgang
wird als Fluoreszenz bezeichnet.
Konkurrenz
von Raman-Streuung und Fluoreszenz
Wenn
die Raman-Streuung nahe bei einem elektronischen Übergang angeregt
wird geht dieses gelegentlich mit Fluoreszenz einher. Da die Fluoreszenz
jedoch wesentlich intensiver ist und eine breite Emission aufweist, reichen
bereits geringe Anteile an fluoreszierenden Komponenten auf, die die Raman-Streuung
überdecken können. Ohne eine Verstärkung des Raman-Effekts
lassen sich Nachweisgrenzen von ca. 0,1% bis 1% erreichen. Da die Fluoreszenz
üblicherweise mehrere Größenordnung intensiver als die
Raman-Streuung ist reichen bereits Spuren von fluoreszierenden Verunreinigungen
aus, um die Aufnahme des Raman-Spektrums des Grundmaterials zu verhindern.
Strategien
zur Fluoreszenzvermeidung
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Auswahl
der optimalen Anregungswellenlänge
Durch Auswahl einer Anregungswellenlänge, die weit entfernt von
einem elektronischem Übergang der Probe ist, wird die Fluoreszenz
grundsätzlich vermieden. Fluoreszenz wird weitestgehend durch
die NIR-FT-Raman-Spektroskopie
vermieden.
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Reinigen
der Probe
Diese Methode ist für Proben geeignet, wo die Fluoreszenz durch
Verunreinigung verursacht wird.
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Photo-Bleaching
Durch Bestrahlung der Probe über einige Minuten mit sehr intensivem
Licht, bevorzugt mit dem Raman-Laser, werden fluoreszierende Komponenten
zerstört. Diese Methode ist für feste Proben geeignet, wo
die Fluoreszenz durch Verunreinigung verursacht wird.
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Konfokale
Optik
Bei einem konfokalen
Raman-Mikroskop
wird durch eine Lochblende die Fluoreszenz von außerhalb des
Laserfokus ausgeblendet und überwiegend die relativ intensive
Raman-Streuung innerhalb des Laserfokus detektiert. Anwendbar bei
relativ gering intensiv fluoreszierenden Proben.
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Geringe
Verschiebung der Anregungswellenlänge
Anwendbar bei schwach fluoreszierenden Proben. Es werden
nacheinander die Raman-Spektren mit leicht verschiedenen Laserwellenlängen
aufgenommen. Durch Subtraktion der beiden Spektren voneinander wird
die nicht veränderte Fluoreszenzhintergrund entfernt. Das Raman-Spektrum
wird anschließend mittels eines mathematischen Verfahrens aus
dem Subtraktionsspektrum rekonstruiert.
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Basislinienkorrektur
Schwach intensive Fluoreszenzuntergründe lassen sich durch ein
mathematisches Verfahren entfernen. Üblicherweise werden so nach
dem Photo-Bleaching verbleibende schwach intensive Fluoreszenuntergründe
entfernt.
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Verstärkung
des Raman-Effekts durch RR und SERS
Die Raman-Streuintensitäten lassen sich gegenüber der Fluoreszenz
durch die resonante
Raman-Streuung (RR) und
die oberflächenverstärkte
Raman-Streuung (SERS)
steigern.
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